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Wo gebären?
Diese Frage hat mich diese Woche beschäftigt. Möchte ich lieber in die grosse Frauenklinik, Bern, wo von Neo bis Patho alles vorhanden ist? Oder möchte ich lieber in ein kleines Krankenhaus, in dem Natürlichkeit an oberster Stelle steht? Dann gäbe es noch die Option Geburtshaus und Hausgeburt.
Ich habe mir von einigen Krankenhäusern Informationsmaterial zukommen lassen und konnte schonmal etwas auslesen. 2 Spitäler haben wir uns dann auch tatsächlich mal angeschaut. Eben einmal schon die oben erwähnte Frauenklinik des Inselspitals Bern, das in Zusammenarbeit mit der Chariteè Berlin steht und einmal ein kleines Spital in den Bergen, das mit schöner Atmosphäre und Abgeschiedenheit besticht.
In der riesigen Frauenkinik ist zwar alles Technische vorhanden, dafür find ich persönlich die Gebärsäle nicht sehr schön. Denn auch wenn ich weiss, das all das, was so schön gemütlich aussieht unter der Geburt nicht eine offensichtliche Rolle spielt, ist es doch so, dass wenn die Frau ein gutes Gefühl hat und sich wohl fühlt, alles etwas einfacher wird. Auch die Hebamme die ich mit Fragen durchlöchert hab, war irgendwie sehr unsicher. Eine ganz nette Beleghebamme hab ich dort auch noch kennengelernt, aber es bleibt eben die Frauenklinik und für mich persönlich viel zu gross und zu technisch.
Am selben Abend haben wir uns dann noch das Spital Riggisberg angeschaut, dass mit seinen 2 Gebärräumen sehr klein und überschaubar ist. Die wirklich sehr kompetente Hebamme hat sich enorm viel Zeit genommen, ist auf meine Wünsche eingegangen und hat alle meine Frage ausführlichst beantwortet. Im Vorfeld hab ich mich nach einer Beleghebamme umgeschaut, die evtl. auch in diesem Spital arbeitet und habe glücklicherweise noch Eine gefunden.
Die lerne ich am Mittwoch bei mir Zuhause kennen und wenn soweit alles passt, wird sie dann die weiteren Vorsorgeuntersuchungen vornehmen, die nicht unbedingt vom Arzt gemacht werden müssen. Wenn die Geburt losgeht, kommt sie entweder zu uns nach Hause oder man trifft sich im Spital. Dort bleibt sie dann die ganze Geburt über und auch im Wochenbett betreut sie mich, kommt zu mir nach Hause und falls ich es noch benötige auch die Stillberatung durchführen. Die Hebamme arbeitet auch im Geburtshaus und kennt sich mit Hausgeburten aus. Also falls es dann auf einmal schneller geht als gedacht, wäre das zumindest für sie, sicher kein Problem.
Da ich weitestgehend auf ärtzliche Unterstützung verzichten möchte, würde das Geburtshaus/Hausgeburt theoretisch auch noch in Frage kommen, allerdings möchte mein Mann das nicht. Ihm ist die Sicherheit dann doch sehr wichtig und so denke ich, dass wir mit einer Beleghebamme und einem kleinen, persönlichen Krankenhaus die perfekte Lösung gefunden haben.
Falls ein Notfall oder eine Komplikation bereits vor der Geburt bekannt wird, muss ich dann sowieso in die Frauenklinik. Denn die sind eben für Risikogeburten bekannt.